Monatliches Archiv für Februar, 2009

Mixwell weltweit: Katamarane, Pinguine & Warteräume

Man muss ja auch mal entspannen dürfen, nicht wahr?! Um ehrlich zu sein, waren wir selbst erstaunt, wie busy wir uns hier gehalten haben. Klar, wir waren des Öfteren am Strand, aber wie oft mussten wir direkt von einem Meeting ins nächste ;).
Das ist natürlich ein bißchen übertrieben, aber nicht komplett…

H.I.T.S. im Sonnenuntergang

H.I.T.S. im Sonnenuntergang

Heute haben wir also mal alles stehen und vor allem liegen lassen.  Einfach mal nix gemacht. Abends gab es aber dann doch noch ein kleines Highlight - Let’s leave it with that!

Man beachte das Thermometer!

Man beachte das Thermometer!

Donnerstag war aber wieder volles Programm angesagt. Eine Tagestour Richtung Muizenberg. Eine extrem schöne Küste entlang, um schließlich bei einer der bekanntesten Attraktionen der Gegend zu landen. Die Pinguine am Boulders Beach sind weltbekannt, würde ich mal behaupten. Wer hat noch nicht von der kleinen Pinguin-Kolonie gehört, die vor Ewigkeiten mal hier angeschwemmt ist, und weil es so schön warm war, sind sie geblieben und haben sich ungebremst in dieser Bucht vermehrt.

Pinguine am Boulders Beach

Pinguine am Boulders Beach

 

Arash & Pingu

Arash & Pingu

Wir sind über einige Felsen geklettert, um eine etwas ruhigere Bucht zu erreichen, wo es nicht vor Touristen wimmelte. Vor allem “Se Germans” traten hier in Rudeln auf. Es war gewissermaßen eine Deutsche Pinguin Kolonie. Wir haben uns also einen ruhigen Platz gesucht und dort schön die nahende Flut verpennt. Der Rückweg war dann also feucht-fröhlich und leider hat sich meine Kamera nicht wirklich gut mit dem Salzwasser in den Hosentaschen vertragen. Urg, damn!

Danach weiter zum “Cape Of Good Hope”, das bekannte “Kap der guten Hoffnung”. Benannt nach der Stimmung der Seefahrer, deren Reise beim Passieren des Kaps beinahe beendet war. Die Stimmung war also gut! Von einer guten Freundin waren wir im Vorfeld dezent gewarnt worden, der Weg dorthin würde sich nicht lohnen, denn dort gäbe es außer Touris und Bussen nur Wellen zu sehen… Was soll ich sagen, es war super dort! Wir sind ein Stück abseits der Busse an der Steilküste entlang geklettert, um dort auf einem Plateau hoch über den Wellen und den Klippen den Ausblick zu genießen. Wow!
Sehr beeindruckend und ein erhabenes Gefühl.

Good Hope H.I.T.S.

Good Hope H.I.T.S.

Die Küste

Die Küste

Danach waren wir dann direkt ein bisschen in Eile, schließlich sollten wir um 21.00 im Waiting Room auflegen. Den Spot kennt ihr ja bereits als einen unserer Favoriten aus vorherigen Blogs und wir waren sehr gespannt, wie es dort werden würde. Der Donnerstag ist hier prinzipiell kein schlechter Tag, um auszugehen.
Als wir ankamen waren wir schon mal positiv überrascht von dem guten Setup dort. Zwei anständige Technics und ein Pioneer 400er Pult gehen schon mal klar. Der Sound war auch cool. Dem guten Abend stand also nichts im Weg. Der Waiting Room hat eine kleine Tanzfläche, eine Terrasse, eine Dachterrasse und jede Menge Couches und Ecken zum Rumhängen. Irgendwann hat es sich dann auch gefüllt und wir konnten anfangen unser Party-Programm zu starten. Was soll ich sagen, es hat tierisch geschockt!

H.I.T.S. im Waitingroom

H.I.T.S. im Waitingroom

Party!!!

Party!!!

Wir haben einen guten Faden von Rap über 80’s zu Breakbeatz und Elektro gesponnen und dabei mal echt nen guten Job gemacht. Eigenlob stinkt, ist klar!
War aber echt mal ein guter Abend!

Mixwell weltweit: Ab in Busch

Hatten wir eigentlich schon erklärt was die GardenRoute eigentlich ist ? So nennt man im Prinzip die Strecke zwichen Cape Town und Port Elizabeth, die viertgrösste Stadt in Südafrika. Die Autobahn N2 führt durch abwechslungsreiche Vegetation entlang am Indischen Ozean mit unzähligen Traumstränden, Wäldern, Schluchten, Nationalparks und so weiter. Hier gibt es einfach zu viel zusehen und man könnte hier wochenlang Tingeln. Die Globetrottels machen´s natürlich in 2 Tagen… naja eigentlich 3einhalb, aber ich kann vorwegnehmen, dass wir frühzeitig zurück nach Cape Town sind. Also: Tag 2 des Roadtrips begann mit ‘nem Top-Frühstück in unserem Guesthouse. Buzz hatte es ja schon angedeutet. Auf jeden Fall ein Globetrottel-Tip für ca. 28 Kröten inkl. Frühstück, Shamrock Guesthouse in Glentana. Man kann sich auch einfach treiben lassen und hier und da mal von der N2 runter und eine der vielen kleinen Nebenstrassen nehmen, die einen meistens an irgendeinen verschlafenen Beach bringen. Das geht über hunderte von Kilometern so. 
Wir haben das auch einfach mal gemacht und landeten z.B. in Victoria Bay, einem stillen Surfer-Örtchen mit ca. 15 Häuschen, die alle nebeneinander am Wasser lagen.

Victoria Bay

Victoria Bay

Eigentlich waren wir auf der Suche nach einen Bergpass, der besonders schön sein soll und kamen nach einiger Zeit irgendwo im Busch an einem Campingplatz heraus, an dem ein Fluss entlang ins scheinbar Unbekannte führte. Dort konnte man sich Kanus leihen. Da haben wir uns nicht lange bitten lassen. Geld auf´n Tisch, Weste an, Paddel in die Hand und los ging´s.

Die Paddelpossee

Die Paddelpossee

Die Paddelpossee zum Zweiten

Die Paddelpossee zum Zweiten

Genau wie man es aus diesen Urwald-Amazonas-Filmen kennt, paddelten wir seelenruhig den noch seelenruhigeren Fluss entlang.

Buzz voran auf Erkundung

Buzz voran auf Erkundung

Busch-Art

Busch-Art

Irgendwann wurde es zu flach und wir gingen an Land und machten noch den empfohlenen Walk zu einem Wasserfall, ca. 40 Minuten entfernt. Der war nicht ganz so dolle, aber ok.

Wasserfall im Busch

Wasserfall im Busch

Ok next. Wir erfuhren, dass wir bzgl. des Berpasses schon richtig waren und nur noch weiter die Strasse fahren müssten, die ab diesem Campingplatz zur Schotterpiste wurde. Es hat ja die ganze Zeit leicht geregnet und so sind wir diesen halb-schlammigen Bergpass in den Urwald gefolgt. Dort gab es nicht soo viel zu sehen ausser im Nebel liegenden nassen Waldes, der in den Tälern lag, in die wir nur selten gucken konnten, da links und rechts meterhohes Gestrüpp die Sicht versperrte.

Wilderness Naturpark

Wilderness Naturpark

Das kleine Highlight waren die Paviane, die wir mit unserem heulenden, ich glaube 30 PS, Mini-Koreaner verscheuchten :) - Walter Röhrl lässt grüssen. Fazit: Den Phantom-Pass kann man sich sparen. Weiter im Takt kamen wir zurück an die Küste nähe der Stadt Knysna. Es wurde dunkel, und ich hatte noch einen krass aussehenden Beach in Erinnerung von früheren Trips, den ich den Jungs zeigen wollte.

Buffels Bay

Buffels Bay

Buffels Bay + Wir

Buffels Bay + Wir

Zerklüftete Felsen@Buffels Bay

Zerklüftete Felsen@Buffels Bay

Da wir im Prinzip bis auf Kleinigkeiten schon alles gesehen hatten, was die Garden Rout so bietet und wir noch Wichtiges in Cape Town auf’m Zettel hatten, entschieden wir uns, zurück zu fahren. Wir werden eh irgndwann wiederkommen und uns den Rest angucken. Ein kleines Video gibt es auch noch, das müssen wir erst noch schneiden. Jetzt darf ich erst mal 6 Stunden Auto fahren. Auf gehts…

Mixwell weltweit: Roadtrippin

Heute geht’s los. Wir haben die Planung unseres Roadtrips schon viel zu lang vernachlässigt und gestern dann, mehr oder minder spontan, beschlossen, heute zu fahren. Die Garden-Route. Wer schon mal hier war wird jetzt sowas sagen wie: “Hach das ist ja so toll!” oder “Da muss man sich Zeit nehmen!” So richtig viel Zeit haben wir leider nicht mehr, also muss es schnell toll werden.

Also den Wecker auf acht gestellt, um früh los zu kommen. Das hat dann leider nur so halb geklappt und es sah schon sehr danach aus, als würden wir unser erstes Etappen-Ziel, ein Safari Reservat namens Garden Route Game Lodge, nicht rechtzeitig erreichen. Immerhin waren es fast 350 Kilometer und wir mal richtig spät dran. Wir haben dann aber eine 1A Punktlandung hingelegt und hatten dann so viel Glück, einen der Wagen für uns allein zu haben. Inklusive Fahrer und Guide natürlich.

Safari ist halt schon spannend aber irgendwie muss man schon dabei gewesen sein. Hier also mal ein paar Bilder. Ist nicht so schlimm, wenn ihr das jetzt nicht so aufregend findet wie wir in dem Moment…

Im Park

Im Park

Mixwelefant

Mixwelefant

Make Way!

Make Way!

Nashörner im Park

Nashörner im Park

Danach sind wir wieder in unserem Proton Richtung Mossel Bay gedüst um dort zu essen und einen Platz zum Übernachten zu finden. Per Zufall sind wir dann in einem total netten kleinen Guesthouse gelandet. Dem Shamrock! Direkt am Strand und sowas von muggelig. Hier wurden wir echt nett empfangen und wenn das Frühstück auch noch in Ordnung ist, ein absoluter Top-Spot.

Das Guesthouse unserer Wahl in Glentana

Das Guesthouse unserer Wahl in Glentana

 

Ausblick aufs Meer

Ausblick aufs Meer

Mixwell weltweit: Njanga Township

Nach dem ja recht ereignissreichem Vorabend konnten wir leider nicht wirklich ausschlafen. Unser Homie Sifiso hatte uns quasi verabredet und wir fuhren mit ihm schon vormittags ins Njanga Township, wo jeden Sonntag ein großes Fest stattfindet. Die Hinfahrt fand ich schon aufregend…

Cape Town Street Art

Cape Town Street Art

Njanga

Njanga

“Wie jetzt, da fahren wir jetzt rein”, dachte ich. Inmitten der endlos erscheinenden Wellblechhütten war eine Kreutzung, wo vor einer Schlachterei ein großes Zelt aufgebaut war. Direkt davor waren an einer Straße zwei Fußballtore aufgestellt und es fand ein Tunier statt. Ein heiden Spektakel, kann ich nur sagen…

Fußball in Njanga

Fußball in Njanga

Spannung!

Spannung!

Es tummelten sich hunderte Leute umher, von überall kam Musik aus dem umliegend parkenden Autos. Eigentlicher Mittelpunkt ist aber wohl das Essen: Alle komen deswegen hier her, auch viele Touris, was mich wunderte, da ich dachte Sifiso zeigt uns jetzt den underground Township Spot, aber Njanga ist wohl eine bekannte Touriattraktion, von der ich zuvor nie gehört hatte. Jedenfalls dreht sich hier alles um Fleisch. Man geht in die Schlachterei, sagt für wieviel Geld man welches Fleich will, bekommt ne Nummer und holt das Tablett mit dem fertig gegrillten Fleisch 45 Minuten später wieder ab. Beilage:Nix. Einfach nur Fleisch in leckerer Marinade - auf jeden Fall einen Besuch wert. Einfach mal googeln.. Es gibt auf jeden Fall Touren dort hin.

Fleisch

Fleisch

Eine Mauer als Tribüne

Eine Mauer als Tribüne

Auch interessant war das Fußball Tunier… dort ging es heiß her, es gab Elfmeterschießen, gröbste Fouls und viel Ärger untereinander. Wir trafen noch Leo Large und Fritz The Cat, die beiden jungen HipHop-Produzenten, die sich hier vor einiger Zeit niedergelassen haben. Die Jungs haben interessante Sachen zu erzählen - dazu aber ein andern mal. Es knallte die ganze Zeit die Sonne und es war sehr windig aka Buzz und ich haben uns mal schön das Gesicht verbrannt, was wir aber erst abends, nachdem wir noch einen Abstecher an den Strand machten, gemerkt haben.

Auf dem Weg runter zum Strand

Auf dem Weg runter zum Strand

Am Strand trafen wir noch Seemsoe, mit dem wir uns noch zum Jammen verabredeten. Kurze Zeit später sah ich mich dann auch am Schlagzeug wieder.. Buzz versuchte sich am Keyboard, aber die Luft war raus und die Rotgesichter mussten ins Bett. Außerdem haben wir unseren Garden Route Road Trip morgen  früh vor uns und haben ne Verabredung mit den Big Five. Mehr dazu morgen.