Monatliches Archiv für August, 2008

Kollegah im Interview

Okay, meine Freunde

Wir haben Dienstag, den 26.08.2008, 12:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und… es liegt etwas in der Luft! Spürt ihr es auch schon? Jaahaaa, natürlich spürt ihr es, meine Freunde! Die Zeichen sind ja auch unverkennbar: Eine Welle der Euphorie schwappt über das Bundesgebiet hinweg. Hektische Betriebsamkeit allerorten. Und immer häufiger begegnet man auf der Strasse diesen so genannten deutschen Rapgrößen, welche man sonst nur aus dem heimischen Fernsehapparat kennt. Mit panischem Blick in den Augen, von Unruhe getrieben, rastlos auf der Suche nach einem sicheren Unterschlumpf. Ja, meine Freunde, das alles lässt nur einen Schluss zu: Euer aller Boss, Kollegah – seines Zeichens Big Boss, Straßenapotheker, Selfmade Hustler und Bad Boy in Personalunion – schickt sich ein weiteres Mal an, zum alleszerberstenden Schlag auszuholen.
Die Rede ist – ihr habt es sicher längst erraten – von meinem mittlerweile zweiten Soloalbum ‚KOLLEGAH’, welches ab Freitag, den 29.08.2008 in den Läden steht.
Hier ein Interwiev über das neue Album, und was man von Kollegah sonst noch erwarten kann:
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Klar, dass bei solch rosigen Aussichten die derzeitige Stimmung entsprechend gut ist, im Hause Kollegah: Die Einladungen sind verschickt, der Champagner ist kaltgestellt – alle Vorbereitungen für die große Takeover-Sause sind getroffen.
Doch, wer jetzt glaubt, der Boss habe dieser Tage nichts Besseres zu tun, als sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, dem muss ich sagen: Weit gefehlt, guter Freund! Auch in Zeiten wie diesen gibt es allerhand zu tun. Nicht nur das nach wie vor rasant ansteigende öffentliche Interesse am Boss will mittels dutzender Interviews, Blog-Einträge, etc. pp. befriedigt werden. Auch auf die bereits am morgigen Mittwoch anlaufende Generalprobe zur Amtsübernahme gilt es sich gewissenhaft vorzubereiten, damit dann auch alles in die Wege geleitet ist, am Tag der Tage, dem – ich glaube, ich erwähnte es bereits – 29.08.2008.
Denn so manch zart besaitetem Gemüt mag so ein – ich zitiere: „unmenschliches Mörderalbum“ Zitat Ende – mit einem Mal und in voller Länge dann vielleicht doch etwas zu viel sein. Nicht nur deshalb hat man sich bei Selfmade entschlossen, im Vorfeld eine kleine Pre-Listening-Tour abzuhalten, auf der ich dem Volk nicht nur zum wiederholten Male, wer der Boss, sondern vor allem auch einige Tracks zeigen werde. Am 27. in Berlin, am 28. in München, am 29. in Köln und – last but not least – am 20. im schönen Hamburg. Sollte man sich nicht entgehen lassen, sag ich jetzt einfach mal..
In diesem Sinne: wir sehen uns!
Herzlichst

Euer Boss.

Tag 11: Home sweet Home…

Angeschlagen von der Party am Vorabend bin ich gestern morgen noch schnell los um auf den letzten Drücker noch was wichtiges zu besorgen. Um 15 Uhr sollte der Rückflug sein und ich wollte auf jeden Fall rechtzeitig da sein um jeglichen Olympia-Stress zu entgehen, der letztlich gar nicht existierte. Zwar hieß es viel Zeit einzuplanen, da der gesamte Flugverkehr wegen der Eröffnungs-Zeremonie ab Mittag eingestellt werden würde, doch trotz all dem war ich Ratz-Fatz am Airport.

Peking Airport

Peking Airport

Auch mit doppelt und dreifachen Security-Checks war ich immer noch gut im Timing und hob pünktlich um drei gespannt auf die Heimkehr in Richtung Kopenhagen ab. Mir stand zudem noch ein langer Tag bevor, da ich abends in Hamburg im Neidklub auflegen musste bzw. wollte. Acht Jahre Assoto´s mit so ungefähr allen Freunden und Leuten, die man kennt. Ein perfekter Einstieg nach 11 Tagen im fernen Osten.

Nach 9 leider schlaflosen, aber aber trotzdem relativ kurzweiligen Stunden im leeren Flugzeug und vor allem einem Albtraum vom Sitznachbarn, von dem ich mich aber schnell entfernte, da sein Mundgeruch mir Sorgen um meine Gesundheit machte, landeten wir in Kopenhagen. Ein kurzer Aufenthalt und los gings nach Hamburg.

Wartren in Kopenhagen auf dem Flughaven

Warten in Kopenhagen auf dem Flughafen

Kurz nach Hause und dann ab in Club - Puhh! Gegen 6 Uhr nach insgesamt 30 Stunden auf den Beinen war der Mixwell dann auch müde. Ohne so richtig angekommen zu sein, endet hier mein China-Trip! Jetzt sitze ich vorm Fernseher und überall nur China, Olympics, Peking… irgendwie strange.

Neidclub - Full House

Neidclub - Full House

Im Nachhinein war es ein sehr cooler Trip. Ich durfte viele Sachen sehen und hatte gegenüber Normalo-Touris das Glück, ein paar interessante Einblicke in die urbane Kultur zu werfen. Ich hätte gern mal ein chinesisches Rap-Konzert gesehen. Eines hab ich leider verpasst, da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht in Peking war, aber auf Young Kin’s Seite könnt ihr bestimmt ein paar Eindrücke davon bekommen. Graffiti hab ich auch kaum gesehen, außer einer Wand aus dem Taxi, und Einblicke in die Breakdance Szene hatte ich leider auch nicht. Genug Gründe mal wieder zu kommen. Die ganze Clubszene hab ich eher als nix besonderes abgehakt, schicke Clubs gibt es überall und das Publikum war, jedenfalls hier in Peking, unspektakulär. Die Hemden und schicken Schuhe dominierten gegenüber Shirts und Sneakern. In anderen Städten wie Hong Kong und Shanghai soll das ja anders sein, wie ich glaube schon berichtet habe …apropos Bericht - der endet jetzt hier. Ich bin Raus! Mixwell

Auf Wiedersehen!

Auf Wiedersehen!

Tag 10: DJ Mixwell in Peking

Party ON !

Nach einigen kleinen Erledigungen tagsüber und nem miesen englischen Frühstück, nutzte ich die Gelegenheit, mich mit dem absoluten top DJ Chinas zu treffen, DJ Wordy. Der Junge wird bei den Olympischen Spielen fast jeden Tag auflegen, und auch sonst ist er der gefragteste urban DJ des Landes… außerdem ist 3-maliger DMC China Scratch Champion. Wir chillten bei ihm zuhaus, er war noch durch vom seinen gestrigen Job und erzählte, dass er gar nicht so gern im Rampenlicht steht, sich auf Urlaub nach dem Olympiawahnsinn freut, sein ganzes business allein macht, weil er niemandem hier traut und in Köln ne super Party hatte und gern in Deutschland spielt… cooler typ. 

Danach gings auch schon nach Hause, da ich mich ein wenig vorbereiten wollte für den Abend im Club… ich wusste ja überhaupt nicht, was die hören wollen. Draussen fiel mir auf, dass plötzlich viel mehr Touris und Leute mit ihren großen Olympia-Pässen rum liefen. Man spürte, dass es losgeht. Eeine Freundin, die einen Fahrservice betreut, erzählte, dass am Airport die Hölle los ist. Ständig kommen Stars an oder ja auch George W. Bush mit kompletter Familie, oder der Prince von Monaco und zig andere Celebritys. Absolut alles dreht sich um die Spiele.es gibt extra eine Olympiaspur auf jeder großen Straße auf der kein Auto fahren darf außer Shuttle-Fahrzeuge und es sind extra 5000 Taxis in Betrieb genommen worden. 

Um 21 Uhr gings dann los mit Bene und einer Freundin in den Club der am Tag vorher ja noch eine totale Baustelle war. Nun im Dunkeln war alles wie weggezaubert. Der Club, das “bling”, sah ganz cool aus und mein DJ Platz war echt crazy. Hinter einem abgeschnittenen Rolls Royce Phantom, unter dessen Haube der Subwoofer montiert war… coole Idee. Ansonsten war der Name Program, bling bling, sehr schikimiki wie ja alle Clubs in Peking. Es waren 7 DJs gebucht, ich hab dann von 1.30h bis 3.00h gespielt aber leider war es gar nicht so voll bzw die Leute hingen alle an ihren Tischen ab, so dass die Tanzfläche nur mässig gefüllt war, daher kam  kein richtiger Party Vibe auf. Es waren auch andere DJs aus anderen Clubs dort, die mir gespannt auf die Fingen schauten und ich hab, würd ich sagen, ein ganz ok´en job gemacht, bekam gutes Feedback und der Clubmanager fand es auch so gut, dass er mich “auf  jeden Fall” wieder einladen möchte…top…Mission erfüllt :) Gegen halb vier hauten Bene und ich dann ab .. morgen gehts zurück und ich freu mich auf hamburg !

Tag 9: DJ Mixwell in Peking

Tag 9 begann hektisch, da wir verpennt hatten und nun zum Flughafen eilten, aber dann flogen wir doch recht entspannt nach Peking zurück.
Zuhause angekommen merkte ich erst, dass mein Laptop-Netzteil noch im Hotelzimmer lag… abturner. Wegen Olympia könne es auch nicht mehr rechtzeitig nach Peking geschickt werden (zum Glück hat Bene den gleichen Rechner). Heute lagen zwei, drei interessante Sachen an. Ich war mit Def Jeff verabredet, sollte den immer noch nicht fertigen Club sehen und lecker japanisch essen. Def Jeff alias Jeff produziert mit seinen Jungs von zuhause aus eine Urban Radiosendung namens “The Park”, die für China sehr revolutionär ist, da die Jungs, die eigentlich aus L.A. kommen, so ziemlich über alles reden, worauf sie bock haben, was ja in China nicht so einfach ist. Radio, TV und Zeitungen werden ja streng kontrolliert und zensiert von Staat.
Die Jungs sind deshalb schon auch mal aus dem Sender gekickt worden… sie bewegen sich halt hart an der Grenze des Machbaren, was wiederum sehr cool für die Kids ist. Ich habe Jeff mit der Kamera interviewt:

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Mein eigentlicher Grund nach Peking zu kommen war ja mein Booking im Club „Bling“ bzw. „Allstar“, der (grade) neu gebaut wird. Da sich das ja alles hingezogen hat, sind meine 5 Dates leider zu einem date geschrumpft. Morgen ist Grand Opening, und ich habe heute endlich zum ersten Mal die Besitzer und Leute, die mich gebucht hatten getroffen. Merkwürdigerweise hatte sich nämlich niemand mehr gemeldet bei mir, seitdem ich in Peking ankam… das verunsicherte mich ein wenig, aber nun schien alles in Butter. Nach dem leckeren Japaner gings dann um Mitternacht zum Club bzw. zur Baustelle wie sich herausstellte… das sah da aus, als wenn die noch 2 Wochen bräuchten. Unzählige Leute schleiften, putzten, sägten und bohrten herum. Sebastien, der Manager, ein Franzose, begrüßte uns hektisch, packte mich und zog mich quasi an den Arbeitern vorbei durch den Laden und zeigte mir alles wo, was sein wird… in 21 Stunden…Hektik pur. Es wird jedenfalls ein sehr schicker Club wie eigentlich alle Clubs in Peking. Alles ist highclass und blingbling. Auf dem Weg zum Club zeigte mir Bene noch 2 andere Läden…nur kurz zum Gucken… die Clubs haben meistens noch teure Restaurants mit drinnen und alles ist auf viel Geld ausgelegt. Draußen stehen dicke Autos und drinnen stehen ältere Schnösel herum und trinken ihren Drink. So sind die Clubs in Peking… sagten jedenfalls bisher alle. Das Bling, wo ich auflege ” …soll das alles noch toppen”. Oh-ha …
Leider hatte ich eben meine trotteligen 5 Minuten und hab die Bilder von heute von der Kamera gelöscht, aber zum Glück gibt es ja noch Jeffs interview.